Plastikwelt – von der Alltagswirklichkeit zur Zukunftstechnologie

Prof. Dr. Klaus Müllen,
Max-Planck-Institut für Polymer-Forschung, Mainz


Die Plastiktüte erscheint geradezu als Symbol unserer Wegwerfgesellschaft. Plastik, das ist aber auch der künstliche Hüftgelenkkopf oder der Träger zum Einschleusen einer fremden DNA in eine Zelle. Plastik, vielfach Kunststoff genannt, ist in unserem Alltag allgegenwärtig, ist aber ebenfalls die materielle Grundlage vieler Technologien, nicht zuletzt im Bereich der Energie und Elektronik. Das lässt sich leicht für energierelevante Verfahren zeigen, für Energieeinsparung ebenso wie für Energieerzeugung und Energiespeicherung. Wärmedämmung ist keineswegs als „low-tech“-Variante der Kunststofferzeugung zu sehen, und Windräder großer Spannbreite lassen sich ohne kohlefaserverstärkte Kunststoffe kaum konstruieren. Ähnliche Überlegungen gelten für elektronische und optoelektronische Bauelemente wie Solarzellen, Leuchtdioden oder Feldeffekttransistoren. Hier müssen Kunststoffe Ladungen transportieren oder mit Licht wechselwirken können.
Kunststoffe sind in hohem Maße ressourcenschonend. Die landläufig gestellten Fragen nach dem Recycling sind wissenschaftlich und technisch alle gelöst. Auf einem ganz anderen Blatt stehen politische und gesellschaftliche Entscheidungen.

Aktuelles

03. Juni 2013

Lehrerfortbildungen

Im September bietet das XLAB in allen Fachbereichen 2,5tägige Lehrerfortbildungen an. Sie... mehr

22. Mai 2013

Neu im XLAB: RNA-Transkriptionsanalyse und Prozessierung

In unserem neuen Kurs wird die Rolle der RNA auf dem Weg vom Gen zum funktionalen Protein... mehr

21. Mai 2013

Herbstferien-Camps

Im Herbst kommen wieder Oberstufenschüler zu einwöchigen Camps ins XLAB. Die Anmeldungen laufen. mehr

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