
Lichtmikroskopie

Lichtmikroskopie, REM und TEM
Mikroskopische Untersuchungen sind im Biologieunterricht aller Jahrgangsstufen unverzichtbar, erfordern aber viel Zeit und eine gute apparative Ausstattung.
Curriculare Vorgaben
Lichtmikroskopie, REM und TEM
In Kooperation mit dem Institut für Forstbotanik der Universität Göttingen
Im ersten Teil dieses zweiteiligen Kurses wenden die SchülerInnen Grundtechniken der LichtÂmikroskopie an (Präparier- und Färbemethoden, BeleuchtungsÂtechniken) und zeichnen selbst erstellte Präparate. Objekte, Methoden und Experimente können individuell an die jeweilige Lerngruppe angepasst werden.
Im zweiten, optionalen Teil, der im Institut für Forstbotanik stattfindet, begleiten die SchülerInnen Experten bei der Vorbereitung von Pflanzenproben für die RasterÂelektronenÂmikroskopie (REM, u.a. MikroÂtom-Schnitte, Gold-Bedampfung) und betrachten bzw. fotografieren dann vorgefertigte Proben an Raster- und TransmissionsÂelektronenÂmikroskop (TEM).
Dauer: 1 Tag
Max Teilnehmerzahl: 20
Für alle Jahrgangsstufen. Der Kurs kann auf mehrere Termine erweitert werden.
Themenbeispiele
Durchführung z.T. auch am Institut für Forstbotanik
Das lichtmikroskopische Bild von Tier und Pflanzenzelle
Tier und Pflanzenzellen werden mikroskopiert und die lichtmikroskopischen Unterschiede erarbeitet. An pflanzlichen und tierischen Einzellern wird die Zuordnung (Pflanzen- oder Tierzelle) mikroskopisch überprüft.
Vom Einzeller zum Vielzeller
Die Entwicklung vom Einzeller zum Vielzeller (Chlamydomonas, Gonium, Volvox) wird am Beispiel von Grünalgen mikroskopisch untersucht. Weitere Beispiele pflanzlicher und tierischer Ein- und Mehrzeller ergänzen das Praktikum.
Immunfluoreszenzfärbung von Zellorganellen
Immun- und Direktfärbung von Mikrotubuli, Actin-Filamenten, Endosom/ER, Zellkern in Zellen des menschlichen Bindegewebes (Fibroblasten)
Diffusion, Osmose, Plasmolyse und Deplasmolyse
Versuche und Beobachtungen an Zellen und Geweben. Die Ursachen der Plasmolyse und Deplasmolyse werden an einfachen Versuchen und durch mikroskopische Kontrolle erarbeitet. Plasmolysetypen ( Konvex-, Konkav- und Kappenplasmolyse) werden mikroskopisch betrachtet. Mit Hilfe der Grenzplasmolyse wird die Zellsaftkonzentration einer Zelle bestimmt. Die Bedeutung der pflanzlichen Zellwand wird erarbeitet.
Mitosestadien
Präparation und Färbung von Meristemzellen, Betrachtung, Zählung, Abschätzen der Phasendauer
Anpassungen des Photosyntheseapparates
Verschiedene Beispiele für Licht- und Schatten-Anatomie und -morphologie, Kranzanatomie der C4-Pflanzen
Einführung in Morphologie und Anatomie höherer Pflanzen
Pflanzliche Zell- und Gewebetypen, Zellwandtypen, Aufbau des Kormus: Spross, Wurzel, Blatt, Leitbündeltypen, sekundäres Dickenwachstum
Pflanzliche Anpassungen an den Wasserhaushalt am Standort
Vergleich der Blätter, Sprosse und Wurzeln von Hydro-, Hygro-, Meso- und Xerophyten. Mögliche Erweiterungen/Vertiefungen: Physiologische Experimente zu Trockenstress, Exkursion, Untersuchungen zu Bodenwasser und Bodendurchlüftung…
Strukturen der pflanzlichen Wasseraufnahme und Leitung
Wurzelspitzen, Endodermis, Xylem in Wurzel, Spross und Blatt, Stomata (Spaltöffnungen). Vertiefung: z.B. Untersuchung verschiedener Stomata-Typen, oder z.B. physiologische Experimente zur Wasseraufnahme, -leitung und –abgabe.
Symbiosen der Wurzel
Anfärbung und Untersuchung von Mykorrhizen und Wurzelknöllchen
Holzanatomie
Zell- und Gewebetypen, Vergleich von Gymnospermen und Angiospermenholz, Typen des sekundären Dickenwachstums. Vertiefung: Technologische Aspekte, moderne Holzwerkstoffe
Holzabbau durch Pilze
Mechanorezeptoren bei Insekten
Untersuchung z.B. von filiformen Haaren, Keulenhaaren, campaniformen Sensillen, Borstenfeldern in Gelenken, Komplexaugen, Ocelli


