
Gehörsinn

Was das Gehör leisten muss
Unsere Sinnesorgane bringen unser Gehirn mit der physikalischen Außenwelt in Kontakt. Sie leisten dabei Erstaunliches.
Der hohe evolutionäre Druck auf die Optimierung der Hörleistung hat das Gehör in vieler Hinsicht zu einem Hochleistungsorgan werden lassen. Die Empfindlichkeit ist so groß, dass extrem geringe Energiemengen (in Form von Schalldruck) ausreichen, um eine Wahrnehmung auszulösen. Die Nachweisgrenze des Gehörs ist vergleichbar der Empfindlichkeit von typischen High-Tech-Produkten, beispielsweise von Mikrowellen-Empfängern, die in Satellitenschüsseln eingebaut sind. Wäre das Ohr nur wenig empfindlicher, so könnten wir buchstäblich den Lärm von Atomen hören, die auf das Trommelfell aufgrund der Wärmebewegung der Luft auftreffen.
Dazu kommt die Fähigkeit, die Schallquelle auch ohne Hilfe anderer Sinne zu orten. Das Richtungshören ist bei allen Säugern gut entwickelt und ermöglicht es z. B. dem Beutetier, in die sichere Richtung zu flüchten.
Für die Analyse komplexer Geräusche (Sprache, Tierstimmen, etc) wird die Fähigkeit benötigt, Töne unterschiedlicher Frequenzen unterscheiden zu können. Die Frequenzanalyse ist daher eine weitere wichtige Leistung der Hörorgane. Die Unterschiedsschwelle für Tonhöhen ist vom Frequenzbereich abhängig.
Im Kurs wird eine Hörschwellenkurve erstellt und verschiedene Faktoren die das Richtungshören beeinflussen werden untersucht. Außerdem werden Experimente zur Frequenzanalyse durchgeführt.
Dauer: 0,5 - 1 Tag
Max. Teilnehmerzahl: 18
Aktuelles
Neu im XLAB: PCR in der Diagnostik
In diesem eintägigen Kurs möchten wir den Schülern die Möglichkeit geben, die... mehr
